Manchmal beginnt der perfekte Urlaubstag noch vor dem Aufstehen: Ich liege im Bett, draußen geht langsam die Sonne über der Altmühl auf. Ihr erstes Licht fällt durch die bodentiefen Fenster ins Zimmer. Direkt vor uns fließt der Fluss, dahinter wird Eichstätt langsam wach. Eigentlich gibt es gerade keinen Grund aufzustehen. Außer vielleicht Kaffee.
Und auch dafür müssen wir das Zimmer noch nicht verlassen. Wasserkocher und edles Kaffeepulver stehen bereit. Also genießen wir den ersten Urlaubsmoment des Tages genau hier – mit Blick aufs Wasser und dem wunderbaren Gefühl, nirgendwo anders sein zu müssen.



Wir sind im DAS ALTMÜHLTAL, einem modernen Designhotel direkt an der Altmühl, nur wenige Schritte von der Eichstätter Altstadt entfernt. Schon kurz nach unserer Ankunft am vorherigen Nachmittag merken wir: Dieses Hotel lebt nicht nur von seiner ziemlich perfekten Lage und seinem Design. Es sind vor allem die Menschen, die ihm Persönlichkeit geben.
Ein Hotel, von dem man gerne erzählt
Der Geschäftsführer Vladimir Saal und die Empfangschefin Sabine Schneider gehören zu diesen Menschen. Beide erzählen uns mit so viel Herz und Begeisterung von ihrem Haus und ihrer Region, dass unsere Liste mit Tipps schnell länger wird. Wo wir spazieren gehen sollten, was wir in Eichstätt unbedingt sehen müssen und welche Ecken rund um die Altmühl besonders schön sind. Hier bekommen wir keine Standardempfehlungen aus dem Reiseführer. Und genau das ist es, was ein besonderes Hotel ausmacht: Man spürt, dass die Menschen, die dort arbeiten, in ihr Unternehmen verliebt sind.




Das Haus selbst ist modern, aber nicht kühl. Viel Holz, Naturstein, warme Stoffe, klare Linien und dazwischen immer wieder Farbe. Ein bisschen skandinavisch, ein bisschen italienisch und trotzdem sehr passend zum Altmühltal. Besonders schön finde ich, wie selbstverständlich drinnen und draußen ineinander übergehen. Durch die großen Fenster ist der Fluss eigentlich ständig präsent. 90 Zimmer hat das Hotel – und trotzdem fühlt es sich angenehm persönlich an. Viele kleine Annehmlichkeiten machen den Aufenthalt besonders.
Einmal über den Fluss – und Füße rein
Dazu gehört zum Beispiel ein Kneipp-Becken, das fast direkt gegenüber auf der anderen Seite der Altmühl auf alle wartet, die sich nach Abkühlung oder Erfrischung sehnen: Einfach einmal über den Fluss und hinein mit den Füßen ins kalte Wasser. Nach einem langen Spaziergang ist das herrlich. Zumindest ab dem Moment, in dem man seine Füße wieder fühlen kann.
Überhaupt ist die Lage des Hotels perfekt, wenn man nicht ständig ins Auto steigen möchte. Die historische Altstadt liegt praktisch vor der Haustür, ebenso wunderschöne Wege entlang der Altmühl. Und wer weiter hinaus möchte, landet schnell mitten in einer Landschaft, die uns tatsächlich ein bisschen überrascht.






Die Kombination aus Stadt und Natur ist besonders angenehm, wenn man mit Hund unterwegs ist. Da ist es gut zu wissen, dass vierbeinige Reisebegleiter im DAS ALTMÜHLTAL herzlich willkommen sind. Unser Hund fühlt sich pudelwohl, darf überall mit und wird mit eigenen Hundenäpfen und einer Leckerchen-Box begrüßt.
Eichstätt kann Barock. Ziemlich gut.
Zuerst zieht es uns natürlich in die Stadt. Eichstätt ist nicht groß – und vielleicht gerade deshalb so angenehm zu entdecken. Man schlendert einfach los.
Pastellfarbene Barockfassaden, kleine Plätze, Brunnen, Kirchen, Klöster, gepflasterte Straßen und immer wieder Cafés und kleine Verlockungen. Wir lassen uns treiben, schauen in den Dom und entdecken alte Kreuzgänge, in denen plötzlich Ruhe herrscht, obwohl das Leben nur ein paar Meter entfernt weitergeht.






Das Schöne: Für Eichstätt braucht man keinen minutiösen Besichtigungsplan. Die Stadt funktioniert wunderbar im Schlendermodus. Und spätestens, wenn man wieder an der Altmühl steht, merkt man, wie nah hier Stadt und Natur beieinanderliegen.
Wanderschuhe an. Das lohnt sich.
Am nächsten Tag tauschen wir Stadtpflaster gegen Wanderwege. Und wir sind erstaunt, was da für Schätze auf uns warten. Wir fahren auf der Landstraße durch wunderschöne Ortschaften bis Kelheim, wo wir vom Michelsberg hinunter auf den Ort schauen und uns schon darauf freuen, dass wir wenig später dort unten an der Donau entlang spazieren werden. Unser erstes Ziel ist die Befreiungshalle: eine Gedenkstätte, die in den Jahren 1842 bis 1863 von König Ludwig I. von Bayern nach Plänen der Architekten Friedrich von Gärtner und Leo von Klenze errichtet wurde. Sie ist beeindruckend – mit ihren 18 Kolossalstatuen, die die deutschen Volksstämme symbolisieren. Im Inneren reichen sich unter dem Kuppeldach 34, jeweils 3,30 Meter hohe Siegesgöttinnen aus weißem Carrara-Marmor die Hände zu einem feierlichen Reigen.


Danach geht es zu Fuß weiter Richtung Kloster Weltenburg. Mal laufen wir unmittelbar am Wasser entlang, mal schiebt sich eine mächtige helle Felswand neben den Weg. Dann geht es steil hinauf und plötzlich liegt das Donautal unter uns. Der Fluss zieht seine Schleifen durch das Grün, zwischen den Bäumen tauchen Dächer und Kirchtürme auf und die hellen Jurafelsen setzen sich fast dramatisch von der Landschaft ab. Wir schauen fasziniert hinab auf das Kloster Weltenburg. Es liegt fast unwirklich und wie gemalt direkt an einer hellen Kiesbank in einer Donauschleife. Das Wasser glitzert in der Sonne und unser Herz macht einen Hüpfer, so schön ist es anzuschauen und so sehr freuen wir uns inzwischen auf das Klosterbier. Vorher müssen wir nur noch hinunterlaufen und mit der Fähre übersetzen. Schon finden wir uns im Klosterbiergarten wieder: ein dunkles Radler im Krug und ein breites Lächeln im Gesicht.











Zurück führt uns der Weg mit einem Fährboot durch den beeindruckenden Donaudurchbruch. Ein bisschen hat die Landschaft etwas von Karl May. Der Fahrtwind tut gut, und wenn wir den Blick zum Himmel richten und die anderen Mitfahrer ausblenden, fühlen wir uns fast wie Winnetou und Old Shatterhand. Die letzten zwei Kilometer laufen wir wieder bis zum Parkplatz in Kelheim. Viel mehr braucht es an diesem Nachmittag eigentlich nicht.



Sterneküche nebenan. Lieblingsrestaurant-Gefühl gleich hier.
Wobei – einen ziemlich guten Grund gibt es doch, irgendwann ins Hotel zurückzukehren: das Abendessen.
Wir essen an beiden Abenden im DICKEN FRANZ. Was hier als Bistro & Bar betitelt wird, ist Understatement pur. Denn gekocht wird vom selben Küchenteam wie nebenan im Sternerestaurant STADERER. Nur das Konzept ist ein anderes: Statt Fine-Dining-Menü gibt es eine saisonal wechselnde À-la-carte-Auswahl und ein Drei-Gänge-Menü: unkomplizierter, entspannter und für uns genau richtig.
Am ersten Abend starten wir mit einer Karotten-Ingwer-Suppe, danach folgt Poulardenbrust mit Kartoffelpüree. Und ich übertreibe wirklich nicht: Das ist das saftigste und zarteste Hühnchen, das ich je gegessen habe. Zum Abschluss gibt es eine himmlisch zarte Crema Catalana. Spätestens jetzt steht fest, dass wir am nächsten Abend wiederkommen. Eine gute Entscheidung. Diesmal beginnen wir mit einem feinen Kräutersüppchen, gefolgt von Schweinemedaillons auf Erbsenpüree. Letzteres hinterlässt einen bleibenden Eindruck: Mein Freund Marco schwärmt noch lange davon. Und weil ein guter Abend bekanntlich ein Dessert braucht, steht zum Schluss ein Zitronentörtchen mit Ananas-Sorbet vor uns. Frisch, fruchtig, leicht und genauso traumhaft wie die Crema vom Vorabend.





Was uns besonders gefällt: Man spürt die Handschrift einer richtig guten Küche, ohne dass der Abend steif oder förmlich verläuft. Im DICKEN FRANZ sitzt man gemütlich zwischen warmen Farben, Holz und Samt oder auf der schönen Terrasse, trinkt ein Glas Wein und bestellt einfach das, worauf man gerade Lust hat.





Mein Lieblingsmoment? Vielleicht doch der Morgen
Nach Stadt, Wanderung, Felsen, Fluss und gutem Essen landen wir irgendwann wieder dort, wo die Geschichte begonnen hat: im Zimmer. Und am nächsten Morgen ist er wieder da, dieser Blick. Die Altmühl liegt unter uns, das Licht verändert langsam die Landschaft und im Zimmer duftet es nach dem ersten Kaffee. Kein Frühstücksbuffet, kein Tagesprogramm und kein „Wir müssen los“ kann diesen Moment mindern. Zumindest für ein paar Extra-Minuten …
DAS ALTMÜHLTAL
Das Hotel:
Eigentümergeführtes Designhotel direkt an der Altmühl und nur wenige Gehminuten von der historischen Altstadt Eichstätts entfernt.






Zimmer:
90 großzügige Zimmer in verschiedenen Kategorien. Natürliche Materialien, viel Holz, Naturstein und warme Stoffe bestimmen das Design. Besonders schön: je nach Zimmer mit Blick auf die Altmühl und Eichstätt.
Essen & Trinken:
Im Haus befinden sich das 2026 erstmals mit einem Michelin-Stern ausgezeichnete Fine-Dining-Restaurant STADERER sowie das lässigere Bistro & Bar DER DICKE FRANZ mit saisonaler À-la-carte-Auswahl und Drei-Gänge-Menü. Beide werden vom selben Küchenteam bespielt.
Perfekt für:
Genießer, Paare, Natur- und Kulturfans, Hundebesitzer und alle, die ein paar Tage Stadt, Landschaft, gutes Essen und Ruhe miteinander verbinden möchten.
Gut zu wissen:
Eichstätt und die Wege entlang der Altmühl lassen sich direkt vom Hotel aus zu Fuß erkunden. Auch für Wanderungen und Radtouren im Naturpark Altmühltal ist das Haus ein idealer Ausgangspunkt. Hunde sind herzlich willkommen und werden mit eigenen Näpfen und einer Leckerchen-Box begrüßt.
www.dasaltmühltal.de






